Das Schnapphahn-Versteck in der Wassermühle von Klein Rönnau

Im Westen des Amtes Segeberg waren nach dem vermaledeiten Torstensonkrieg massive Kriegsschäden zu vermelden: etliche Hufen, ja ganze Dörfer waren abgebrannt – von den vielen Toten ganz zu schweigen. 

Aber auch im Osten, rund um Segeberg, hatten die Schweden nicht nur die Burg und das Gut Pronstorf heimgesucht … Schadenslisten sind nicht mehr erhalten, aber die Kriegseinwirkungen waren noch auf Jahre ersichtlich. 

So muss sich z. B. auch in Klein Rönnau Böses zugetragen haben: Die altehrwürdige Wassermühle, am Überfluss des Großen Sees in die Trave, diente uns Schnapphähnen als treffliches Versteck, denn Mühlen waren von je her suspekte Orte, lagen sie doch oftmals außerhalb der Sozialkontrolle einer Dorfgemeinschaft. 



Und all zu oft, so wird gemunkelt, soll der Teufel mit dem Müller sein Unwesen getrieben haben in diesen überaus suspekten Häusern mit all ihren knarrenden und ratternden Malwerken, Zahnrädern und Kornböden. 


Der Schwede jedoch hat uns dort nie aufgespürt; doch eines Tages war die Mühle zerstört – wir mussten uns einen anderen Verbindungsort Richtung Pronstorf suchen! Erst nach 1649, und damit über ein Jahr nach dem Ende des großen Krieges konnten wir Überlebenden uns dort noch einmal versammeln. Inzwischen war an selber Stelle eine ganz neue Wassermühle errichtet.

Wir danken dem Bürgermeister von Klein Rönnau, Dietrich Herms, für die freundliche Aufnahme in dem historischen Gebäude, dessen Vorgängerbau unseren Altvorderen einmal als gutes Versteck gedient haben mag.

Unser Plakat dazu >

Segeberger-Schnapphähne-Aktion-August-2019

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