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ELogo der Segeberger Schnapphähne

Frye holsteinische   Knechte

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Jan Ove, Nicolaus, Hermann

Die Faszination der Schnapphähne …

Die Geschichte lehrt uns …

Wer wir waren - wer wir sind …

Schloßvoigt Siegesburg
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Der Segeberger Alberg
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Die Schnapphähne heute:    Jan Ove Cronenberg, Bürger und Kätner

(von links nach rechts)         Nicolaus Christoffel Börgersen, gen. von Siegburghausen 

                                      Hermann von Hatten, Schloßvoigt der Siegesburg

                                      Giselle Partout, Bürgerin (demnächst in Gewandung)

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Werbung für die Rotte

Die „Werbung“ von Söldnern in reguläre Truppen folgte während des Dreißigjährigen Krieges einem üblichen Reglement: Kaiser, Fürsten oder Städte beauftragten dazu einen Obersten oder Hauptmann (Kapitain) durch die Aushändigung eines Offizierspatents, eines „Bestallungsbriefes“ und eines „Artikelbriefes“, ein Regiment oder Fähnlein aufzustellen. Das Bestallungspapier bestimmt die Anzahl der Söldner und Truppeneinheiten, den Sold und den Sammelplatz, während der „Artikelbrief“ den Rechtsgebrauch und die juristisch-sozialen Beziehungen innerhalb des Truppenteils regelte. Das zu seiner Werbung und Formierung nötige Geld schoss meist der Inhaber des Patents vor, sodass der Kriegsherr dessen Schuldner wurde. Zur Aufstellung von Truppen reisten anschließend beauftragte Werber durchs Land und verteilten nach lautstarken Anschlägen das “Laufgeld“ an Geworbene, die sich in das Register des Truppenteils eintrugen und sich umgehend zum Musterplatz – bisweilen bis zu 150 km entfernt – zu begeben hatten. Am Musterplatz wurde dann die Musterung durchgeführt, das Panier übergeben sowie die Formierung durchgeführt und der Eid abgenommen. Mit dem Durchschreiten des „Jochs“ – zwei Hellebarden, auf denen ein Langspieß auflag – war der Neu-Rekrut zuletzt ins „Kriegsvolk“ aufgenommen. Da sich die neu geworbenen Söldner oftmals selbst armieren, bekleiden und beköstigen mussten, entstand am Musterplatz häufig ein lebhafter Handel.

Die Werbung der irregulär aufgestellten „Schnapphähne“ durch Caspar von Buchwaldt und den nachgeordneten Corporalen bzw. Kapitainen musste dagegen auf unkonventionelle und geradezu geheime Weise ablaufen und durfte also möglichst gar kein öffentliches Aufsehen erregen. Mit Mund-zu-Mund-Propaganda unter Vertrauten und von Dorf zu Dorf werden die fryen Knechte geworben und in ihre sechs Rotten eingeteilt worden sein. Ebenso mussten die Instruktionen sowie die strategische Koordination der Einsätze verdeckt weitergegeben worden sein; für die Ausrüstung mit Waffen und Munition war der verdeckte Kommandant, Caspar von Buchwaldt, auf der Siegesburg zuständig – eine Selbstausrüstung der fryen Knechte hätte viel zu viel Aufhebens gemacht und hätte über Kurz oder Lang den Schweden auffallen müssen.

Die Werbung der zeitgenössischen „Segeberger Schnapphähne“ 

lehnt sich an die Fouragierung der historischen Schnapphähne des 17. Jahrhunderts an: Wer als „fryer Knecht“ bei uns mittun will, spreche uns „im Vertrauen“ an – unsere Rotte stimmt zu oder schweigt … Nach interner Abstimmung wird er mit einem Zeremoniell – er durchschreitet das „Joch“ aus zwei Astgabeln und einer aufgelegten Hellebarde – in die Rotte aufgenommen und erhält von den künftigen Mitkämpfern die ersten Hinweise zu Marketendereyen für seine Ausrüstung.

Segeberger-Schnapphaehne

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