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Jan Ove, Nicolaus, Hermann

Vor 375 Jahren …

„Segeberger Schnapphähne“ und Stadt Bad Segeberg

erinnern am Montag den 12. August 2019 um 15:00 Uhr

an die Vernichtung der Siegesburg am 12. August 1644

Film von Johannes Hoffmann und Jürgen Hensel 2019

‍In ‍diesem ‍Jahr ‍jährt ‍sich ‍ein ‍nachhaltiger ‍Schicksalsschlag ‍der ‍Stadt ‍(Bad) ‍Segeberg ‍zum ‍375. ‍Mal: ‍die ‍Zerstörung ‍der ‍Siegesburg ‍auf ‍dem ‍ehemals ‍viel ‍mächtigeren ‍Kalkberg. ‍Endlich ‍bekannt ‍ist ‍auch ‍das ‍exakte ‍Datum: ‍Am ‍12. ‍August ‍1644 ‍brannte ‍die ‍500 ‍Jahre ‍alte ‍ausgedehnte ‍Burganlage ‍auf ‍dem ‍Kalkberg ‍für ‍immer ‍ab. ‍Die ‍Zerstörung ‍der ‍Siegesburg ‍ist ‍dabei ‍ein ‍zentrales ‍Datum ‍der ‍Stadtgeschichte, ‍das ‍in ‍der ‍Kalkbergstadt ‍aber ‍noch ‍nie ‍eine ‍Beachtung ‍gefunden ‍hat. ‍Eine ‍tragende ‍Rolle ‍in ‍diesem ‍Ereignis ‍spielte ‍die ‍Freischärlertruppe ‍der ‍„Schnapphähne“, ‍die ‍sich ‍den ‍schwedischen ‍Besatzern ‍todesmutig ‍entgegenwarf. ‍Zur ‍Erinnerung ‍an ‍dieses ‍tragische ‍Ereignis ‍haben ‍sich ‍die ‍„Segeberger ‍Schnapphähne“ ‍nach ‍dreihundertfünfundsiebzig ‍Jahren ‍neu ‍gegründet.

‍Am ‍Montag, ‍den ‍12. ‍August ‍2019 ‍erinnert ‍die ‍Rotte ‍der ‍„Segeberger ‍Schnapphähne“ ‍zusammen ‍mit ‍der ‍Stadt ‍Bad ‍Segeberg ‍in ‍einer ‍offiziellen ‍Aktion ‍an ‍das ‍folgenreiche ‍Ereignis ‍vor ‍genau ‍dreihundertfünfundsiebzig ‍Jahren: ‍

‍Um ‍15 ‍Uhr ‍simulieren ‍Mitglieder ‍der ‍Segeberger ‍Böllerschützen ‍lautstark ‍auf ‍dem ‍Kalkberg ‍die ‍Sprengung ‍der ‍Burg, ‍anschließend ‍holen ‍die ‍Schnapphähne ‍ihre ‍riesige ‍Schnapphahn-Fahne ‍– ‍einen ‍dänischen ‍Danebrog ‍mit ‍gekreuzten ‍Hellebarden ‍– ‍vom ‍Mast ‍auf ‍dem ‍Kalkberggipfel ‍ein ‍und ‍bringen ‍diese ‍zum ‍„Schutz ‍vor ‍den ‍Schweden“ ‍vom ‍Kalkberg ‍herunter ‍in ‍die ‍Altstadt. ‍Trommelschlägen ‍markieren ‍den ‍Weg ‍der ‍Freiheitskämpfer. ‍

‍Alle ‍Interessierten ‍wohnen ‍dem ‍symbolischen ‍Schauspiel ‍auf ‍dem ‍Berggipfel ‍bei ‍und ‍beobachten ‍das ‍Geschehen ‍vom ‍Fuße ‍des ‍Berges ‍aus. ‍Anschließend ‍schließen ‍sie ‍sich ‍dem ‍Zug ‍der ‍Schnapphähne ‍hinunter ‍in ‍die ‍Altstadt ‍ab ‍„David-Kropff-Weg“ ‍an. ‍Vor ‍dem ‍Rathaus ‍machen ‍die ‍„Segeberger ‍Schnapphähne“ ‍vor ‍der ‍Bürgervorsteherin ‍Monika ‍Saggau ‍und ‍dem ‍Stellv. ‍Bürgermeister ‍Heino ‍Pfeiffer ‍„Meldung“ ‍über ‍die ‍brennende ‍Siegesburg ‍hoch ‍oben ‍auf ‍dem ‍Kalkberg ‍– ‍und ‍übergeben ‍die ‍gerettete ‍Fahne ‍der ‍Schnapphähne ‍zusammen ‍mit ‍einer ‍Erinnerungsurkunde ‍in ‍die ‍Obhut ‍der ‍Stadtoberen. ‍Nach ‍einer ‍historischen ‍Erläuterung ‍durch ‍Mitglieder ‍der ‍„Segeberger ‍Schnapphähne“ ‍schließt ‍ein ‍Fanfarenspieler ‍der ‍Rotte ‍das ‍Schauspiel ‍mit ‍Klängen ‍des ‍17. ‍Jahrhunderts ‍ab.

gez.

Bürgervorsteherin Monika Saggau / Stellv. Bürgermeister Heino Pfeiffer (Stadt Bad Segeberg)

Jochen Saggau alias Hermann von Hatten / Nils Hinrichsen alias Nicolaus Christoffel Börgersen 

(Segeberger Schnapphähne)

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